Nachruf Herbert Kogel 02/2026

Quelle: Lothar Rühl

Lieber Stamm,

im hohen Alter von 90 Jahren, ist Herbert Kogel am Donnerstag, den 05. Februar 2026 in Wetzlar verstorben.

Geboren am 04. Juni 1935 in Bochum, erlebte er seine Kindheit und Jugend, während der Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre in Mönchengladbach. Früh kam er in Kontakt zu der gerade erst gegründeten CP Siedlung Matthias Claudius. Wenig später trat er der Sippe „WILDGÄNSE“ bei, welche man als „Urväter“ der Gladbacher Christlichen Pfadfinderschaft betrachten kann.

Während seiner Zeit, leitete er mit viel Charisma und Begabung u.a. die „KORMORANE“ und „SKUAS“ im alten Haus Zoar am Fliescherberg. Des weiteren fand er seinen Platz in der Stammesarbeit bis in die 1960er Jahre die er mit viel Ausstrahlungskraft prägte.

Während seiner Arbeit der CP absolvierte Herbert eine Lehre zum technischen Zeichner. Mit Beginn des Maschinenbaustudiums in Aachen zog er sich aus der CP-Arbeit zurück. Doch die Arbeit mit Menschen, durch seine Erfahrungen im Stamm, begeisterten ihn zu mehr und so schob er noch ein Studium im Lehramt hinterher.
Auf der Suche nach einer Stelle verließ Herbert Nordrhein-Westfalen, und fand in Hessen eine Anstellung an der Berufsschule „Theodor-Litt“ in Gießen. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor 25 Jahren, arbeitete er dort als Lehrkraft.

Mit dem Umzug verbunden lernte er seine Frau Helga kennen. Beide heirateten 1967 standesamtlich in Groß-Altenstädten, doch kirchlich in der evangelisches Christuskirche am Kapuzinerplatz in Mönchengladbach.

Helga und Herbert fühlten sich weiterhin gemeinsam in der evangelischen Kirchenarbeit wohl.
Herbert engagierte sich als Presbyter, in der Landessynode und im Kreisynodalvorstand. Als Prädikant predigte er im Kirchenkreis Braunfels und führte durch seine Partnerschaftsarbeit einige Auslandsfahrten von 1978 bis 2001 auf die indonesische Insel Sumatra durch.

Zusammen organisierten sie so in Groß-Altenstädten nahezu zwei Jahrzehnte das „Café Tapsel“, als Partnerschaftsprojekt zur Hilfeleistung in Sumatra.

Zum 50 jährigen Bestehen des VCP-MG (1999) hatte er die Predigt am Sonntag in der Christuskirche gehalten.

Zuletzt feierte er mit uns zusammen die 75 Jahrfeier (2024) im Wichernhaus.

Wir trauern mit der Familie und wünschen ihr Gottes Trost und Segen!




Aus Berichten von Martin Hütter, der Stammes-Archivarbeit, Artikel von Lothar Rühl und Gesprächen mit Herbert Kogel zur 75 Jahrfeier des Stammes Matthias Claudius 2024, Christian Friese