Geschichte


Foto: Pfingstlager 1959

Sei es nun Zufall, Glück oder doch das Ergebnis von Planung und der unermüdlichen Hilfe und Unterstützung von sehr engagierten Pfadfinder*innen die über Jahre den Stamm vor allem in den schwachen Zeiten geholfen haben so lange zu bestehen, so hoffen wir das noch viele weitere Generationen einen Teil Ihrer Kindheit, Jugend oder ihres Alters im Stamm verbringen können und so etwas lernen für sich und ihr Leben in der Zukunft. Und bis dahin, Gut Pfad!


1940
Unser Stamm, damals noch als CP (Christliche Pfadfinderschaft), gründete sich 1949, nachdem sich bereits 1946 die ersten Jungen unter Pastor Rehmann regelmäßig zur Bibelarbeit trafen. Die ersten pfadfinderischen Anregungen bekamen wir damals von der DPSG aus M.Gladbach, Stamm Johanniter. Anfang 1949 machte diese Gruppe schon einige Fahrten um die CP besser kennenzulernen.
1950
Nachdem auf dem Winterlager der ev. Jugend wir nun als CP in erscheinung traten,wurden im April 1950 die erste Gruppe als Sippe (anderes Wort für Gruppe) Wildgänse bestätigt.
1951 waren wir in M.Gladbach zwei Sippen und eine Rotte. In den folgenden Jahren entstanden so die Kormorane, die Bekassine, die Skuas, Tordalken und Kraniche.
Auf dem Pfingstlager des Gaues (ähnlich wie der Landesverband Nordrhein heute) wurde nach zehnjährigen Bestehen die Siedlung M.Gladbach als Stamm bestätigt und das Stammesbanner geweiht. Es folgte der Einzug in die damligen Kellerräume des Haus Zoars am Fliescherberg. Und so hatten wir unseren ersten Räume mit eigenst gebauten Kamin.
Gruppen in Hardt, Neuwerk und Korschenbroich-Pesch entstanden. Der Stamm wuchs auf eine Mitgliederzahl von über 120 Mitglieder*innen.
1960
Wir erwarben ein Grundstück im Elmpter Wald und bauten uns eine Hütte mit Ofen
-unser erstes Landheim- die allerdings kurze Zeit darauf später (4 Jahre) abbrannte. Eine neue Hütte wurde vom Förster nicht genehmigt und so musste, früher oder später, etwas neues her. Wir wandten uns an die Bundesbahn und so an unsere Blockstelle Klinkum.
Auf der Schwedenfahrt 1968 entstanden Kontakte zu schwedischen Pfadfindern in Norberg und so fuhren wir in den siebziger und achtziger Jahren vermehrt nach Norberg zum Ungensee, wo tief im Wald ein rustikales altes Haus nur mit Holzofen, Petroleumlicht, Quelle aus dem Berg und Plumsklo auf uns wartete.
1970
In den unruhigen 70-er Jahren, wurde vieles hinterfragt, die Pfadfindertracht als verpönt angesehen, gewachsene Traditionen über Bord geworfen und pazifistische Einflüsse gewannen große Bedeutung, zum Teil gab es Reaktionen und Zerreißproben.
Doch auch in diesen Zeiten konnten wir uns Erproben und durch neue Liedeinflüsse, auch von der Burg Waldeck (durch z.B. Joseph Degenhardt) wurden wir geprägt. Unter dem Stichwort: Koedukation entstanden gemischte Gruppen.
1973 kam es auf Bundesebene zum Zusammenschluss der EMP (Evangelische Mädchen Pfadfinder) und der CPD (Christliche Pfadfinderschaft Deutschland) zum VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder). Es wurden viele Initiativen innerhalb der Stammesgemeinschaft gegründet, wie zB. ein Bibelarbeitskreis, eine Teestunde, eine Nichtsesshafteninitiative, Weihnachtsbaum- und Papier-, sowie Alu-Sammelaktionen, Eine Klinkum AG, eine Redaktion einer Stammeszeitung (der Pfadihut), ein Chor, Gitarrenkurse etc.
So erfolgeten vor allem bei der Nichtsesshafteninitiative ein großer Andrang von außen, durch eine Einladung der AEJ, dem Diakonischen werk und der Ev. Kirche im Rheinland.
1977 wurden im Paul-Schneider-Haus die Lachmöwen gegründet.
Die Tradition von Sommerfahrten nach Skandinavien, England, Frankreich und noch viele weitere. Ebenso gab es bunte Elternabende mit Liedern, Sketchen, Musikgruppen, Laienspiel und Dias, sowie Filmen. Ende der 70-er Jahre kam die Tradition der Pfingstlager (PfiLa) hinzu.
1980
1980 wurde das neue Haus Zoar, Gemeindezentrum am Kapuzinerplatz (kurz GzK) eingeweiht. Der Umzug war für den VCP sehr schmerzlich, klebten doch in den Kellerräumen am Fliescherberg die Traditionen der Gründerjahre und viele schöne Erinnerungen. Nun hatten wir zwei Gruppenräume zur freien Verfügung. Dort fanden dann in den folgenden Jahren Vollversammlungen (HaLaRus), Arbeitskreise und Gruppenstunden statt.
1990-2000

Während in den letzten 80-er und 90-er Jahren der Stamm bestehen blieb, bröckelte es um die Jahrhundertwende im Haushalt des GzK und so wurde das Gebäude verkauft. Glücklicherweise wurde das nahegelegende Wichernhaus saniert und wir durften mit umziehen. Nun hatten wir wieder nur einen Gruppenraum, neben dem Materialkeller und einem kleinen Nebenraum. In den folgenden Jahren schrumpfte der Stamm erheblich.

2010-2022

Neben der sich langsam auflösenden Gruppe der Sturmmöwen, welche eigentlich eine weitere Gruppe eröffnen sollte, gab es nur noch die Rotmilane. In der Mitte der 10-er Jahren wurde der Versuch einer neuen Gruppe im Kirchsaal Ohlerfeld aufgegeben und so zog die Gruppe ins Wichernhaus, wo bis heute die Schreiadler Gruppenstunden abhalten. 2017 feirten wir unser 70-jähriges Stammesjubiläum mit der Aussendung des Friedenslichtes in der Christuskirche und einer Feier im Wichernhaus mit über 100 Ehemeligen, Mitgliedern, Freunden und Stämmen.

Im vergagenen Jahr 2021, wurde dann wieder eine Gruppe, die Turmfalken, gegründet.

Steht man vor dem Wichernhaus, am Marktstieg 9 heute, so gehört uns vom Treppenhaus aus gesehen die komplette rechte erste Etage und ebenso die rechten Kelleräume.



Auszug aus der 40-jährigen Jubiläumszeitschrift, Martin Hütter & Christian Friese


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